Photo: Jacek Ruta

Dr.-Ing. Kathrin Wieck

Gastprofessorin am Fachgebiet Landschaftsarchitektur.Freiraumplanung (ab 01. Oktober 2022)

Kathrin Wieck ist promovierte Landschaftsarchitektin und war zuletzt als Koordinatorin für internationale transdisziplinäre Methoden in der Stabsstelle Science and Society des Präsidiums der TU Berlin tätig. Sie wirkt in verschiedenen internationalen Verbünden an der Strategie- und Methodenentwicklung transdisziplinärer und transformativer Forschung mit, u.a. in der ENHANCE Alliance und der ITD Alliance. Von 2004 bis 2020 lehrte und forschte sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachgebiet Landschaftsarchitektur.Freiraumplanung der Technischen Universität Berlin. Von 2011 bis 2014 war sie im Rahmen des transdisziplinären BMBF Forschungsprojektes Urbane Landwirtschaft Casablanca für die Koordination der UAC-Publikation verantwortlich. Seit 2005 leitet Kathrin Wieck verschiedene Kooperationsprojekte mit der Universidade Federal do Rio de Janeiro sowie zivilgesellschaftlichen Akteuren in Brasilien. Ihre 2015 abgeschlossene Dissertation (summa cum laude) beinhaltet eine Methodenentwicklung zur Analyse dynamischer Akteur-Raum-Beziehungen am Beispiel des Favelakomplexes Manguinhos, Rio de Janeiro.

Die methodischen Herausforderungen und Ansätze für eine Landschaftsarchitektur im Anthropozän, das trans¬disziplinäre Forschen sowie die Übersetzung von sozialwissenschaftlichen Theorien für die landschaftsarchi¬tektonische Theoriebildung und Praxis sind ihre Zugänge zur Profession der Landschaftsarchitektur. Während der langjährigen Lehr- und Forschungspraxis an der TU Berlin hat Kathrin Wieck verschiedene inter- und transdisziplinäre Projekte und Lehrveranstaltungen unter dieser Perspektive durchgeführt. Inhalte waren sowohl Grundlagen der Freiraumplanung als auch komplexe Transformationsherausforderungen für die Landschaftsarchitektur im Anthropozän im nationalen und inter-nationalen Raum, für die mit den Studierenden entwurfliche und konzeptionelle Problemlösungen für urbane und regionale Landschaften sowie im Kontext des informellen Siedelns entwickelt wurden. Landschaft wird dabei im systemischen Zusammenwirken von verschiedenen (menschlichen und nicht-menschlichen) Akteuren, Raum, metabolischen Austauschprozessen sowie Wissen und Maßstäben betrachtet und weiterentwickelt. Bausteine dieser Profilbildung sind die Übersetzung von Ansätzen aus sozialwissenschaftlichen Theorien und der Praxis der Landschaftsarchitektur, eine international und transdisziplinär ausgerichtete Lehre und Forschung mit Schwerpunkt Brasilien sowie das Forschende Lernen und Entwerfen. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Raumproduktion, Assemblagedenken und urbane Informalität.

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